Social Media leicht gemacht: einfache & kreative Tipps für mehr Reichweite und Engagement
So steigern Unternehmen Reichweite und Engagement für mehr Kundschaft.
Von Jessica Schaffrath-Oberle
Veröffentlicht • 20.06.2025 | Aktualisiert • 20.06.2025
Social Media ist für Unternehmen unverzichtbar geworden: Laut Statista nutzen 61 % der deutschen Unternehmen eine oder mehrere Soziale Medien. Doch längst ist man auf etablierten Plattformen wie Facebook oder Instagram unter hohem Konkurrenzdruck.
Mit frischen Impulsen schaffen es aber auch kleine und mittlere Betriebe, Social Media als Wachstumstool zu nutzen: Welche Sozialen Medien liegen im Trend? Welche Formate sind heute besonders beliebt und eignen sich für Unternehmerinnen und Unternehmer?
Wir geben Tipps, um aus der Masse hervorzustechen, damit Reichweite und Engagement endlich steigen.
Social Media Strategie – Grundlage für nachhaltigen Erfolg
Geschäftsinhaber:innen mit kleinem Business haben viele Aufgaben zu erledigen. Ins Marketing starten dann einige ohne wirkliches Konzept und somit auch bei Social Media. Dabei macht es einen großen Unterschied: Vorher mit einer guten Social Media Strategie zu starten, spart nachher erheblich Lehrgeld und Frust.
Die Sozialen Medien haben durch ihre Algorithmen eigene Regeln geschaffen, welcher Content sichtbar wird und welcher nicht in den Feeds auftaucht. Wer auf Instagram & Co. erfolgreich sein will, muss deshalb vor allem eine Sache verstehen: die Zielgruppe.
Zielgruppe für Gastronomie und darüber hinaus analysieren? Hier erfahren Sie, wie: Zielgruppenanalyse: besonders wichtig in der Gastro.
Die Zielgruppe oder eine spezifische Buyer Persona entscheidet darüber, welche Inhalte gut laufen, viel geklickt werden und oft ausgespielt werden. Denn der Algorithmus zielt darauf ab, Leute möglichst lange an den Bildschirmen zu halten, und favorisiert dann beliebte Beiträge. Ihre Social Media Strategie sollte dementsprechend beides berücksichtigen: Algorithmen und User.
Wählen Sie Plattform, Zeitpunkte für Ihre Postings und natürlich Inhalte und Formate genau so, dass sie für die Zielgruppen passen. Machen Sie sich bewusst, was die Beweggründe sind, dass Konsumenten sich in den Sozialen Medien tummeln: Oft wollen sie unterhalten werden, sich niederschwellig und mit Spaß-Faktor weiterbilden oder auf dem neusten Stand bleiben.
Nicht zuletzt deshalb heißt es: In den Sozialen Medien muss man zunächst geben, geben, geben, bevor man das eigene Produkt anspricht. Das Publikum ist über Jahre darin trainiert worden, Werbung zu wittern und sie auszublenden. Schaffen Sie lieber echten Mehrwert und Inhalte, die aus der Masse herausstechen.
Durch eine Social Media Strategie erreichen Sie außerdem einen konsistenten, professionellen Auftritt, der genau Ihre Marke widerspiegelt. Viewer wissen im Gegenzug, wofür sie steht. Sie gewinnen Follower – Vertrauen entwickelt sich, das für den Kauf und die anschließende Kundenbindung letztendlich entscheidend ist.
Was auf den Social-Media-Kanälen funktioniert
Geht man rein nach der Beliebtheit bzw. Nutzerzahl, ist die Wahl der passenden Social-Media-Kanäle recht eindeutig: Instagram hat in den letzten Jahren Facebook als meistgenutzte Plattform in Deutschland überholt, mit 37 % an wöchentlichen Usern in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren.
Das heißt aber auch, dass dort bereits viel Konkurrenz unterwegs ist und beispielsweise Anzeigen teurer werden. Je nach Produkt/Dienstleistung und der Wunschkundschaft bieten sich oft andere Plattformen an, die schnell an Beliebtheit gewinnen und andere Kundensegmente ansprechen können.
Die „Etablierten“
Werfen wir als Erstes einen Blick auf die ersten global erfolgreichen Social Media Plattformen, welche Zielgruppen Sie damit erreichen und wie Sie dort auch heute noch erfolgreich sein können. Lassen Sie sich außerdem von gelungenen Social-Media-Profilen inspirieren.
Instagram setzt auf visuelle Inhalte: Bilder, Stories oder Reels funktionieren super, solange sie optisch ansprechend sind. 2012 hat der damalige Facebook-Konzern, heute Meta, Instagram gekauft. Dadurch ist es beispielsweise einfacher, auf beiden Plattformen gleichzeitig Inhalte oder Anzeigen auszuspielen.
Hier waren laut Statista 2024 über 80 % der 16- bis 29-Jährigen unterwegs. Bei Personen ab 60 Jahren sind es dann bereits nur noch 24 %.
Gerade am Anfang hat sich die Plattform wegen der vielen Fotofilter und Hashtags einen Namen gemacht. Heute gibt es viele Möglichkeiten, insbesondere was das Community Building anbelangt, während bereits gemunkelt wird, dass Hashtags keine große Relevanz mehr für die Reichweite haben.
Instagram Tipps: Mit Community Building kommt man auch heute noch ans Ziel. So können Unternehmen auf Instagram etwa Live Shopping-Formate testen und auf (Micro-)Influencer setzen. Besonders wichtig ist es, regelmäßig den sozialen Charakter der Plattform zu bedienen. Interagieren Sie mit anderen Beiträgen und Profilen, die für Ihre Zielgruppe relevant sind, vernetzen Sie sich und reagieren Sie zügig auf Kommentare.
Bei Facebook ist es schon schwieriger, heute noch viel Reichweite zu generieren und Follower zu gewinnen, gerade ohne Ads-Budget (Pay-to-Play). Was heute noch funktionieren kann:
Sie haben dort ein großes Netzwerk, das Sie und Ihren Laden unterstützt.
Es geht um ein Geschäft, das vor allem regional agiert, beispielsweise in Gastronomie, Handwerk oder im Einzelhandel.
Regionale oder themenbezogene Gruppen mit hohem Engagement, in denen gewerbliche Beiträge erlaubt sind, bergen ebenso gutes Potenzial.
Ihre Zielgruppe ist etwas älter als die meisten Instagram-Nutzer? Dann erreichen Sie sie vielleicht eher auf Facebook: Hier ist der Anteil in der Generation Y (Geburtsjahr Anfang 80er bis Ende 90er Jahre) am höchsten. Selbst unter den 69- bis 78-Jährigen sind noch 30 % auf dieser Plattform unterwegs.
Pinterest mag zwar auf nur Platz 5 der beliebtesten Social-Media-Plattformen liegen. Trotzdem birgt die Plattform, die es bereits seit 2010 gibt, für viele Bereiche gute Erfolgschancen. Das Soziale Netzwerk funktioniert wie eine Art kreative Pinnwand. Leute lassen sich inspirieren zu DIYs (Chance für Baumärkte), Dekoideen (Einrichtungsläden), Gartengestaltung oder auch Haarstyles (Friseursalon). Im Vordergrund stehen Beiträge, die visuell inspirieren oder einen Mehrwert bieten. Oft leiten die „Pins“ zu Blogbeiträgen weiter und generieren dadurch Traffic für die eigene Website.
Wachsende Plattformen mit Potenzial
Zusätzlich zu den globalen Playern, die um 2010 gestartet sind, gibt es heute viele Soziale Medien, die nicht nur beim jungen Publikum beliebt sind. Kleinere Plattformen erreichen zwar weniger Leute, dafür aber vielleicht gezielter die potenzielle Kundschaft. Außerdem ist die Konkurrenz weniger hoch und man hat teilweise noch die Möglichkeit zu den ersten großen Kanälen zu gehören.
TikTok
TikTok wird zwar von Unternehmen noch nicht so häufig genutzt, es hat aber in wenigen Jahren ein so großes Publikum aufgebaut, dass es Platz 3 der beliebtesten Social-Media-Plattformen erreicht. Seit 2018 breit verfügbar ist das Gros der Nutzer heute in einem Alter, in dem sie durchaus als Zielgruppe in Frage kommen: Mehr und mehr 20- bis 30-Jährige nutzen die Plattform.
Bekannt als Tanzapp, wo Songs schnell zu Challenges oder Trends werden, finden sich heute ebenso Videos zu KI, Finanzen oder eben Unternehmen. Wichtig bleibt dabei: Hier ist das Tempo besonders schnell und man muss direkt die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen gewinnen, etwa durch authentische, unterhaltende Inhalte oder das Aufspringen auf Trends. Seit März 2025 gibt es mit TikTok Shop sogar die Möglichkeit, über die Plattform zu verkaufen.
Achtung Urheberrecht: Wer hier auf musikalische Trends setzen will, sollte vorab die Nutzungslizenz klären. Oft ist die gewerbliche Nutzung von Liedern auf Social Media nicht ohne eigene Lizenz (in der Regel über GEMA) erlaubt, was es etwas kniffliger macht, dass Unternehmen an TikTok erfolgreich teilnehmen.
TikTok birgt aber auch ein gewisses Risiko: Spionage, Datenschutz, Gefahr für mentale Gesundheit … TikTok wurde wegen unterschiedlicher Kritikpunkte bereits in mehreren Ländern eingeschränkt oder soll gesperrt werden.
WhatsApp Marketing
Seit Meta (damals Facebook Inc.) WhatsApp übernommen hat, wird die Funktionalität dort zunehmend ausgebaut und die Möglichkeiten wachsen, mehrere Meta-Plattformen sinnvoll zu verknüpfen. Von allen genannten Tools erreicht man mit WhatsApp in Deutschland die meisten Menschen: 58 Millionen nutzen die App täglich. Und etwa jeder fünfte Nutzer wünscht sich, darüber mit Unternehmen in Kontakt treten zu können.
Tatsächlich birgt WhatsApp Marketing für Unternehmen noch großes Potenzial. Sie können ihre Kundschaft im Alltag erreichen und unterstützen. Das stärkt die Kundenbindung. Es ist aber auch nicht unumstritten: Datenschützer warnen vor der gewerblichen Nutzung (auch mit WhatsApp Business), da dabei viele DSGVO-relevante Punkte zu bedenken sind.
Dazu gehören etwa die Weitergabe von personenbezogenen Daten (Name, Telefonnummer) und die ausdrückliche Zustimmung seitens der Kundschaft (Double-Opt-in) sowie ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag zwischen Unternehmen und WhatsApp selbst. Sprechen Sie dies am besten mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab, um Bußgelder zu vermeiden.
Mögliche Nutzungen für Unternehmen können sein:
Direkte Kommunikation mit (potenzieller) Kundschaft
Support bei oder nach dem Kauf
Automatisiert Informationen zu Bestell- oder Lieferstatus versenden
Beantworten von Fragen
Terminvereinbarung
Direkt Transaktionen abwickeln, beispielsweise dank Zahlungslinks
WhatsApp-Kanal, mit dem man Neuigkeiten an Abonnenten verteilen kann
Kanäle werden seit der Einführung rasch beliebter: 2024 nutzte schon jeder 5. In Deutschland ein Kanal-Abo (Quelle: ARD-ZDF-Medienstudie 2024). Ebenso können Betriebe einen Katalog mit ihren Artikeln erstellen, um schnelle Information und Käufe zu ermöglichen.
X-Alternativen
Die noch recht neuen Alternativen zum mittlerweile umstrittenen Netzwerk X (ehemals Twitter) werden von der deutschen Bevölkerung gut genutzt. Threads und Bluesky kommen 2024 auf 4 bzw. 2 % regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer.
Threads ist die neueste im Bunde der Sozialen Medien made by Meta. Ende 2023 ging sie in der EU an den Start. Der Dienst ist eng mit Instagram verknüpft: Instagram-Nutzer:innen werden Threads und Profile sowie Beiträge dort immer wieder vorgeschlagen. Seit Mai 2025 soll es außerdem die Möglichkeit für Unternehmen geben, dort zu werben („Ads in Threads“).
Bluesky gilt dagegen als unabhängiger von Big-Tech, es gibt aktuell keine Werbung und die Plattform ist dezentral angelegt. Durch eigene Feeds soll der Dienst von einem zentralen Algorithmus losgelöst werden. Seit Februar 2024 ist das Soziale Medium im Stil von Twitter ohne Einladung erreichbar und verzeichnet seitdem einen großen Zuwachs.
BeReal: Authentizität und Echtzeit-Momente
BeReal, zu Deutsch „sei echt“, noch nie gehört? Schon im August 2022 erreichte die App Platz 1 der deutschen App-Download-Charts. Die Macher wollten einen Gegenpol schaffen zu Filtern und der vermeintlich permanent schönen, glossy Welt der übrigen Sozialen Medien. Es geht um Authentizität und Momentaufnahmen anstatt um Perfektion.
Einmal täglich werden Nutzer dort dazu aufgerufen, direkt ein Foto mit der Selfie- und der Hauptkamera des Smartphones ein Foto zu machen. Die Bilder sollen also den echten, ungeschönten Alltag zeigen. Vielleicht auch ein Weg für Unternehmen, sich authentisch und nahbar zu präsentieren?
Wege, um Engagement zu steigern
Ist die Wahl der Social-Media-Plattform einmal getroffen, stellt man vielleicht fest: Irgendwie will sich der Erfolg nicht so richtig einstellen. Dann sollten Sie sich Wege anschauen, das Engagement zu steigern und neue Follower zu gewinnen. Wie das gelingt?
Nutzen Sie die Möglichkeiten der Plattform aus: Auf Instagram gibt es viele interaktive Funktionen, die die Community teilweise spielerisch einbeziehen. Das bekräftigt den Unterhaltungsfaktor und kann sogar ein Bild zur Kundenzufriedenheit zeigen oder Ideen für die Sortimentsplanung geben. Zu diesen Funktionen zählen: Q&As, Umfragen oder auch ein Quiz. Die Ergebnisse teilen Sie wiederum, um den roten Faden zu spinnen.
User interagieren besonders häufig mit Beiträgen, die sie emotional ansprechen, begeistern oder empören. Das sind Inhalte und Marken, die wiederum im Gedächtnis bleiben. Dazu gehören etwa wertebasierte Inhalte (Stichwort Value Proposition Canvas). Es kann dabei ebenso um eine Infografik gehen, die auf den Punkt einen komplexen Sachverhalt verdeutlicht und für den Aha-Moment sorgt. Zusätzlich sollten Unternehmen auf Instagram ihren Followern Wertschätzung zeigen und dadurch Engagement fördern: Teilen von User-generated Content, Erwähnungen, zügige Antworten auf Kommentare zahlen unter anderem auf dieses Ziel ein.
Und zuletzt bedeutet Engagement auch, Gespräche anzuregen. Stellen Sie offene Fragen und bitten Sie um Feedback. Zögern Sie auch nicht, umstrittene Debatten anzusprechen, solange diese in Ihr Geschäftsfeld passen. Häufig werden dabei CTAs benutzt oder Praktiken wie „Kommentiere xyz, um diese Info zu erhalten“. Das steht allerdings im Verdacht, mittlerweile von der einen oder anderen Plattform abgestraft zu werden.
Ein hohes Engagement fördert natürlich auch die Reichweite von Profilen. Social-Media-Profis wissen aber, dass die Engagement-Rate mehr Aussagekraft hat als die Followerzahl. Was nützt es, Bots oder bezahlte Follower zu haben, die Ihre Beiträge nicht sehen und nicht damit interagieren? Oder Follower in Zielgruppen zu haben, für die regionale Angebote gar nicht in Frage kommen?
Follower gewinnen: Reichweite erhöhen
Follower gewinnen ist dennoch wichtig, um überhaupt gesehen zu werden. Deshalb gibt es auch Tipps und Tricks, um die Zahlen zu steigern. Gerade am Anfang sollte das eigene Netzwerk aktiviert oder mit passenden Profilen interagiert werden, damit sie auf das Unternehmensprofil aufmerksam werden. Im besten Fall entsteht daraus eine Eigendynamik, die stetig neue Kundschaft in die Pipeline spült.
Die inhaltliche Gestaltung spielt dafür eine große Rolle: Nutzer möchten einen Mehrwert statt Werbung, damit sie sehen „hier zu folgen, nützt mir etwas“. Dazu kann man beispielsweise auch Gewinnspiele oder Social-Media-eigene Rabatte einsetzen.
Ebenso sind das regelmäßige Posten und die Posting-Zeiten relevant. Posten Sie aber nicht auf Teufel komm raus. Wenn es nichts zu sagen gibt, das auf die Social Media Strategie einzahlt, schweigen Sie. Bei den meisten Plattformen haben Unternehmen die Möglichkeit, zu sehen, wann die meisten Follower online sind. Dies orientiert sich je nach Zielgruppe beispielsweise an den üblichen Arbeits- und Pausenzeiten.
Teilen Sie Inhalte konsistent, um die Reichweite zu erhöhen: Folgen Sie sowohl bei den Zeiten als auch bei den vermittelten Werten und Themen einer Richtschnur. Dadurch sehen Profilbesucher schnell, was Follower bei Ihnen erwarten können und der Eindruck wird bekräftigt, dass es sich wirklich um Profis auf diesem Gebiet handelt.
Thema Hashtags: Hashtags galten lange als eine Grundfunktion in den Sozialen Medien, durch die man die Reichweite erhöhen konnte. Nach und nach wird aber beobachtet, dass dieser Effekt auf unterschiedlichen Plattformen, etwa LinkedIn und Instagram, nachlässt, und keinen Nutzen mehr bringt.
Weitere Strategien, die effektiv Follower gewinnen können:
Auf Influencer, Partnerschaften oder Markenbotschafter setzen, um deren Reichweite zu nutzen
Shareable Content nutzen, also solche Inhalte, bei denen sich Leute so persönlich angesprochen fühlen (oft in Videoclips, Memes, Sprüchen, guter Zweck), dass sie ihn teilen wollen
Ads sorgen für ein deutlich schnelleres Wachstum und können zielgerichtet die passenden Leute erreichen
Ideen für eine kreative Social Media Strategie
Das reicht Ihnen noch nicht oder hat bisher nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt? Dann kommt hier noch Inspiration für eine kreative Social Media Strategie, mit der Sie sich von der Konkurrenz abheben.
Visuelles Storytelling
Menschen lieben Geschichten seit Jahrhunderten. Sie fühlen mit, denken sich in Charaktere hinein und möchten unbedingt den Ausgang erfahren. Botschaften wie Werte werden dabei subtil übermittelt. Deshalb setzen Marketer schon lang auf die Kunst des Storytellings. Visuelles Storytelling hebt sich dadurch hervor, dass die Handlung allein durch visuelle Inhalte vermittelt wird.
Dabei kann es sich um Bilder, Infografiken oder insbesondere Videos handeln. Kurze, prägnante Geschichten eignen sich gerade für TikTok, Instagram oder Youtube (Shorts) hervorragend. Die visuellen Elemente werden vor allem dafür genutzt, Emotionen hervorzurufen. Dabei spielen Timing und Geschwindigkeit eine zentrale Rolle.
Diese Ideen lassen sich mit visuellem Storytelling besonders gut umsetzen:
Geschichten, die die Werte und USPs des Unternehmens widerspiegeln, bspw. Verbundenheit, Lebensfreude
Infografiken, die komplexe Sachverhalte vereinfachen, wie historische Veränderungen
Illustrationen oder Comics
GIFs
Wie bei einer guten Geschichte kann man sich an dem klassischen Spannungsbogen orientieren. Sie hat eine Einführung, die den Konflikt aufzeigt. Danach steigt die Spannung bis zum Höhepunkt, eventuell folgt noch ein retardierendes Moment, das den erwarteten Verlauf des Geschehens kurz vor dem Ende oder Höhepunkt unterbricht und der Geschichte eine neue, überraschende Wendung oder Möglichkeit eröffnet, sie zu beenden.
UGC
Wir haben bereits aufgezeigt, wie wichtig die Interaktion mit den Followern ist. User-generated Content, kurz UGC, ist dabei so gesehen die Kür. Wenn Nutzer:innen Inhalte erstellen, in denen die Marke vorkommt, sind diese nicht nur besonders authentisch und vertrauenswürdig, es werden quasi kostenlos neue potenzielle Follower und damit Kundschaft erreicht. Dass User solchen Content teilen, können Sie aktiv fördern.
Eine Möglichkeit ist das Ausrufen von Challenges. Die Teilnahmehürde sollte immer möglichst gering sein und das Mitmachen Spaß bereiten. Um die Teilnahme zu fördern, können Sie Preise vergeben und Challenge-Beiträge teilen. Mit einem passenden Hashtag können Sie die Einreichungen am besten verfolgen. Solche Challenges können, gerade wenn sie einem guten Zweck dienen, auch viral gehen.
Ideen für solche Challenges können sein: künstlerische Wettbewerbe für ein neues Design, Vorschläge für ein Gericht auf der Speisekarte, Outfits oder den Namen eines neuen Produkts. Besonders bekannt ist das von Fast-Food-Ketten, die die persönlichen Kreationen, die die meisten Likes erhalten, in die Filialen bringen. Ebenso können Sie Rezensionen und Erfahrungsberichte fördern. Rufen Sie regelmäßig dazu auf, beispielsweise in E-Mails mit Versandbestätigung oder Ihrem Ladengeschäft. Dasselbe gilt für das Stellen von Fragen. Gibt es Nachrichten, die für andere besonders hilfreich sein könnten, können Sie diese mit der passenden Antwort öffentlich teilen. Damit fördern Sie den Zusammenhalt der eigenen Community und eine positive Kundenbeziehung.
Gute Bewertungen fördern und darauf reagieren? Hier finden Sie wichtige Tipps: Best Practise: Google Bewertungen erhalten, richtig einschätzen und nutzen. Viralen Content erstellen
Auf TikTok, Instagram und anderen Plattformen ist es immer noch oft das Ziel: Mit einem Post durch die Decke gehen, viral werden, sich beispielsweise eine Challenge ausdenken, die sich weit verbreitet, ohne dass danach noch groß was tun zu müssen.
So verständlich dieser Wunsch auch ist: Viraler Content ist nicht werblich und oft auch nicht speziell auf einzelne Zielgruppen zugeschnitten. Die Frage ist also, ob Sie tatsächlich viele potenzielle Käufer erreichen. Zudem muss Ihr Unternehmen das kurzfristig stark erhöhte Aufkommen auch stemmen können, und das spontan, ohne es im Voraus planen zu können. Denn für Viralität gibt es leider kein Rezept.
Sie generieren mit viralem Content kurzzeitig viel Aufmerksamkeit, die aber ebenso schnell wieder verschwindet. Wichtig ist es eher, langfristig Vertrauen und eine gute Kundenbindung zu erreichen – und das geht eben durch konsistente, hochwertige Inhalte und guten Kundenservice.
Fazit: So wird es was mit der eigenen Social Media Strategie
Für den Erfolg auf Social Media gibt es keine Anleitung und auch keine Garantie. Die Plattformen leben gerade davon, dass es immer wieder kreative Profile gibt, die sich etwas komplett Neues ausdenken oder einen innovativen Weg wie UGC und visuelles Storytelling zur Perfektion bringen.
Die Sozialen Plattformen bleiben für kleine und große Unternehmen relevant, denn dort erreicht man (potenzielle) Kundschaft, wo sie sich täglich aufhält. Mit Diensten, die noch neu auf dem Markt sind, profitieren Sie außerdem von geringer Konkurrenz.
Lassen Sie sich nicht von starren Regeln verunsichern: Finden Sie Ihren eigenen Weg, indem Sie immer wieder ausprobieren, hinterfragen, sich verändern. Und vor allem: Behalten Sie dabei die Zielgruppe und was sie wirklich interessiert im Blick. Viel Spaß dabei!
Ähnliche Artikel
Lesen Sie mehr zum Thema und erfahren Sie, wie Sie Ihr Geschäft voranbringen.
