Barrierefreie Konzepte in der Gastronomie: Ein Schritt in eine inklusive Zukunft
Wie Sie Menschen mit Behinderung den Zugang zu Gastronomiebetrieben ermöglichen.
Von Yasmin Maddi
Veröffentlicht • 16.3.2024 | Aktualisiert • 22.7.2025
Das Wichtigste in Kürze
Barrierefreie Gastronomie beseitigt physische Hindernisse und ermöglicht Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den problemlosen Zugang.
Gut lesbare und Alternativen zu herkömmlichen Speisekarten (große serifenlose Schrift, Kontrast, Brailleschrift, Bildkarten, barrierefreie Website) sichern die Teilhabe von Sehbehinderten und Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Sensibilisiertes Personal und gezielte Schulungen (z. B. Gebärdensprache, Assistenzhund-Einlass) sorgen für respektvollen Umgang und echte Inklusion aller Gäste.
Ein barrierefreies Design schafft Orientierung und Komfort für Gäste und Mitarbeitende.
Gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme unterstützen Betriebe dabei, Inklusion umzusetzen, neue Zielgruppen zu begeistern und motiviertes Personal zu gewinnen.
In der Gastronomie sind barrierefreie Konzepte und Designs gefragt, damit Restaurants, Cafés, Bars und andere Betriebe im Gastgewerbe für alle Menschen gleichermaßen problemlos zugänglich sind. Diese Konzepte müssen sowohl Gäste als auch Mitarbeitende einschließen, um dazu beizutragen, unsere gesamte Gesellschaft inklusiver zu gestalten.
Mit barrierefreien Konzepten Herausforderungen meistern
Menschen mit Behinderungen, aber auch ältere Gäste stoßen in der Gastronomie oft auf Barrieren, die ihre Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren. Angefangen beim eingeschränkten Zugang über unlesbare Speisekarten bis hin zu mangelnder Sensibilität anderer Gäste oder Personal.
Erschwerter Zugang
Ein häufiges Problem ist die fehlende Barrierefreiheit beim Zugang zu Restaurants, Cafés und Bars. Es beginnt damit, dass behindertengerechte Parkplätze fehlen. Weiter geht es mit Stufen, schmalen Türen, unebenen Bodenbelägen, unkomfortablen Stühlen und dicht beieinander stehenden Tischen.
Alles Begebenheiten, die Rollstuhlfahrern und Menschen mit Gehbehinderungen, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder älteren Menschen den Weg durch die Gaststätte nicht nur erschweren, sondern oft unüberwindbare Hürden darstellen.
Das nächste Hindernis erwartet Gäste mit Einschränkungen in den Toiletten. Barrierefreie WCs sind leider noch keine Selbstverständlichkeit in der Gastronomie. Oft sind die Zugänge sowie die Kabinen zu eng, es fehlen Haltegriffe und die Waschbecken sind zu hoch für Menschen im Rollstuhl.
Barrierefreies Konzept für die Speisekarte
Hat man den Weg ins Restaurant bis zum Tisch gemeistert, lauert hier schon die nächste Schwierigkeit: die Speisekarte. Blinde und sehbehinderte Menschen können die Menükarte nicht lesen und brauchen Unterstützung.
Hier kann das Servicepersonal behilflich sein, Vorschläge machen oder die Karte vorlesen. Alternativ hilft es, zusätzlich zur herkömmlichen Speisekarte, auch eine Speisekarte in Brailleschrift zu erstellen.
Unterstützung brauchen auch Menschen mit Lernschwierigkeiten, die nicht lesen können oder komplizierte Ausführungen nicht verstehen. Um sie nicht auszuschließen, bieten sich Speisekarten mit zusätzlichen Bildern von den angebotenen Gerichten als barrierefreie Alternative an.
Damit helfen Sie gleichzeitig auch internationalen Gästen, die die Landessprache nicht verstehen.
Mangelnde Sensibilität
Aber nicht nur physische Barrieren sind ein Problem. Auch die mangelnde Kenntnis oder Sensibilität für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung kann zu Schwierigkeiten führen.
Entsprechend ist es Aufgabe der Verantwortlichen, das Personal für die Notwendigkeit barrierefreier Konzepte zu sensibilisieren und es mit Hilfe von Schulungen dabei zu unterstützen, Barrierefreiheit in Restaurants zu leben.
Warum Barrierefreiheit wichtig ist
Sie möchten ein Restaurant eröffnen, das alle Menschen ohne Einschränkung besuchen können? Oder haben Sie eine kreative Idee für die Eröffnung eines Cafés, das niemanden ausschließt und köstliche Kaffeespezialitäten für alle Gäste bereithält?
Chancengleichheit für uneingeschränkten Genuss
Damit Ihre Gäste Ihre kulinarischen Köstlichkeiten unbeeinträchtigt genießen können, ist ein barrierefreies Konzept erforderlich, das echte Chancengleichheit schafft. Das bedeutet, dass alle Gäste unabhängig von ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und niemand ausgeschlossen wird.
Zugang zu attraktiven Zielgruppen und Umsätzen
Barrierefreie Konzepte eröffnen Betreibenden eines Gastronomiebetriebes den Zugang zu attraktiven Zielgruppen und Marktsegmente.
Menschen mit Behinderungen und ihre Begleitung, ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen stellen eine große Zielgruppe dar, die gerne Restaurants und Cafés besuchen würde, wenn ihnen der Zugang erleichtert wird.
Entsprechend leistet Barrierefreiheit in der Gastronomie nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Inklusion, sondern bietet Ihnen eine zusätzliche Möglichkeit, Umsätze zu generieren und sich einen treuen Kundenstamm aufzubauen.
Zugang zu motiviertem Personal
Die Arbeitslosenquote ist bei Menschen mit Behinderung nach wie vor sehr hoch. Hier können barrierefreie Konzepte dazu beitragen, die Arbeitssituation für diese Menschen zu verbessern und ihnen eine echte Chance zu verschaffen, am Arbeitsmarkt teilzuhaben.
Ein gutes Mittel übrigens, um dem Personalmangel in der Gastronomie erfolgreich entgegenzuwirken. Gastronomiebetriebe erschließen sich mit barrierefreien Konzepten potenzielle Arbeitskräfte.
Um Inklusion im eigenen Betrieb zu leben, ist es natürlich erforderlich, nicht nur den Gastraum, sondern sämtliche Arbeitsbereiche – im Service, in der Küche und hinter der Theke – entsprechend barrierefrei zu gestalten.
Austausch und Inklusion fördern
Gastronomiebetriebe, die barrierefreie Konzepte leben, erhalten zudem wertvolle Unterstützung dabei aufzudecken, wo die Barrierefreiheit für Gäste eingeschränkt ist und wie sie abgebaut werden kann.
Zudem wird der Austausch zwischen Gästen und Mitarbeitenden gefördert und trägt damit wesentlich dazu bei, ein echtes Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu schaffen.
Gesetzgeber fordert barrierefreie Konzepte und Designs im Gastgewerbe
Barrierefreie Konzepte in der Gastronomie leisten einen wichtigen Beitrag zur Inklusion. Die enorme Bedeutung der Barrierefreiheit für eine inklusive Gesellschaft hat mittlerweile auch der Gesetzgeber erkannt.
Während es früher den Inhaberinnen und Inhabern von Gastronomiebetrieben selbst überlassen war, Menschen mit Behinderung den ungehinderten Zugang zu ihrer Gaststätte zu ermöglichen, wird die Barrierefreiheit in öffentlichen Räumen, zu denen auch Gastronomiebetriebe zählen, mittlerweile gesetzlich geregelt.
Gesetzliche Regelungen zur Barrierefreiheit
Das Gaststättengesetz (GastG) behandelt verschiedene Aspekte des Gaststättenbetriebs, darunter Hygienevorschriften, Jugendschutz, bestimmte Anforderungen an die Betriebsräume sowie die Barrierefreiheit.
Das GastG ist in Bezug auf die Zugänglichkeit und Sicherheit von Räumlichkeiten relevant.
Spezifische Vorschriften zur Barrierefreiheit sind zudem im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) geregelt.
Die jeweiligen Bauordnungen der Bundesländer geben die konkrete Umsetzung von Maßnahmen vor.
Im Mai 2020 trat das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, kurz BGG) in Kraft. Das BGG hat das Ziel, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen sicherzustellen.
Entsprechend ist die Barrierefreiheit auch im Gaststättengesetz (GastG) geregelt. Es schreibt vor, dass Menschen mit Behinderung Gastraum, Flure und Außenbereiche von Gastronomiebetrieben ohne Einschränkung nutzen können. Zudem ist eine behindertengerechte Toilette als Standard vorgeschrieben.
Diese Regelungen gelten für alle Gastronomiebetriebe, die nach dem 1. November 2002 neu gebaut wurden, sowie für alte Gaststätten, die umgebaut werden. Wer gegen diese Auflagen verstößt, muss mit dem Entzug seiner Gaststättenerlaubnis rechnen (vgl. § 4 Absatz 1, Satz 2a).
Genehmigungen in der Gastronomie Die Gaststättenerlaubnis ist eine der wesentlichen Genehmigungen, die Sie benötigen, um einen Gastronomiebetrieb zu eröffnen. Welche weiteren Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, lesen Sie in unserem Leitfaden zu Genehmigungen, Anmeldungen und Voraussetzungen in der Gastronomie.
Ausnahmen von der Umsetzung barrierefreier Konzepte
Grundsätzlich sind Gastronomiebetriebe dazu verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Räumlichkeiten barrierefrei zu gestalten.
Allerdings werden auch Ausnahmen oder Übergangsfristen gewährt, beispielsweise wenn bauliche Veränderungen nicht ohne weiteres möglich oder mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden sind.
Eine entsprechende Ausnahme wird allerdings nur unter der Voraussetzung gewährt, dass die Betriebe alternative Maßnahmen ergreifen, um die bestmögliche Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.
Fördermittel für barrierefreie Konzepte
Um die Barrierefreiheit in der Gastronomie zu unterstützen, gibt es verschiedene Förderprogramme, die Betrieben finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um Inklusion zu ermöglichen. Ein Beispiel ist das Förderprogramm Barrierefreiheit für alle von Aktion Mensch.
Weitere Förderprogramme wie den Fonds für Barrierefreiheit des Landes Schleswig-Holstein finden Sie in der Förderbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
Handbuch Barrierefreiheit in der Gastronomie
Nicht nur die Politik, sondern auch die Branchenverbände haben das Thema Barrierefreiheit auf ihrer Agenda.
So hat beispielsweise der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) gemeinsam mit dem Hotelverband Deutschland (IHA) eine Zielvereinbarung mit anerkannten Behindertenverbänden getroffen, um die Barrierefreiheit in der Hotellerie und Gastronomie zu unterstützen.
Hieraus ist das Handbuch zur Zielvereinbarung für die standardisierte Erfassung, Bewertung und Darstellung barrierefreier Angebote in Hotellerie und Gastronomie entstanden, das Betriebe dabei unterstützen soll, die Anforderungen an die Barrierefreiheit in der Praxis umzusetzen.
Da Menschen mit unterschiedlichen Arten von Behinderungen unterschiedliche Bedürfnisse haben, unterscheidet diese Zielvereinbarung vier Personengruppen, für die verschiedene Kriterien im Hinblick auf die Barrierefreiheit zu beachten sind:
A: Gäste mit einer Gehbehinderung, die zeitweise auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen sind
B: Gäste, die gehunfähig und ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind
C: Blinde und sehbehinderte Gäste
D: Schwerhörige und gehörlose Gäste
Anforderungen in Bezug auf
Zugänge,
Flure,
Treppen,
Aufzüge,
Tische,
Speise- und Getränkekarten,
Gästetoiletten und
Gästeparkplätze,
die speziell für Gastronomiebetriebe gelten, finden Sie auf den Seiten 67 bis 82.
Maßnahmen zur Förderung der Barrierefreiheit
Um die Barrierefreiheit in der Gastronomie zu verbessern, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Ein paar der Maßnahmen, die Sie in Ihrem Betrieb ergreifen können, um ihn Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen, möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.
Mindestens 1 Behindertenparkplatz
Der barrierefreie Zugang beginnt bereits vor dem Betreten eines Restaurants, Imbiss, Cafés oder einer Bar. Um die Barrierefreiheit zu garantieren, muss mindestens ein behindertengerechter Pkw-Stellplatz vorhanden sein.
Behindertengerecht meint in diesem Fall, dass der Parkplatz dicht am Eingangsbereich liegt und mindestens 3,50 m breit ist. Darüber hinaus muss er deutlich gekennzeichnet sein, um zu verhindern, dass Menschen ohne Behinderung dort parken.
Bauliche Anpassungen
Zunächst einmal sollten bauliche Hindernisse beseitigt werden.
Bieten Sie barrierefreie Zugänge durch den Einsatz von Rampen oder Aufzügen, um Stufen zu überwinden.
Stellen Sie sicher, dass Türen und Gänge breit genug sind, um den Zugang für Rollstühle und Gehhilfen zu erleichtern. Die Durchgangsbreite der Eingangstür sowie anderer Türen sollte beispielsweise mindestens 90 cm betragen, um Menschen, die permanent auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ungehinderten Zugang zu verschaffen.
Ein ebener Bodenbelag ist ebenfalls Grundvoraussetzung für die Zugänglichkeit eines Restaurants.
Barrierefreies Design
Sprechen wir von Maßnahmen, die den ungehinderten Zugang für alle Menschen gewährleisten, schließt dies auch ein barrierefreies Restaurant-Design ein. Hier ein paar Beispiele, wie Sie Ihren Gästen mit einem barrierefreien Design ein uneingeschränktes Restauranterlebnis ermöglichen.
Transparente Glastüren oder -wände im Sichtbereich müssen mit einem Kontraststreifen versehen werden.
Eingänge, Durchgänge, Türen und Türrahmen sollen sich farblich voneinander abheben. Dieser Farbkontrast dient dazu, sehbehinderte Menschen dabei zu unterstützen, sich zurechtzufinden.
Ein Hell-Dunkel-Kontrast ist zudem auch auf Schildern erforderlich, um die Lesbarkeit zu gewährleisten.
Achten Sie zudem auf die Schriftgröße und verwenden Sie eine serifenlose Schrift wie die Arial.
Ergänzend können Sie auch zusätzlich mit Piktogrammen arbeiten.
Funktion vor Design: Entscheiden Sie sich für komfortable Stühle, in denen alle Gäste auch längere Zeit bequem sitzen können.
Barrierefreies WC in der Gastronomie
In puncto Baumaßnahmen spielt die Gestaltung barrierefreier WCs in der Gastronomie eine wesentliche Rolle. Neben dem ungehinderten Zugang muss hier auch ausreichend Platz (mindestens 150 x 150 cm bzw. 120 x 120 cm) vor dem WC sowie dem Waschtisch gewährleistet sein, der insbesondere Rollstuhlfahrern Bewegungsfreiheit garantiert.
Darüber hinaus müssen Spiegel auf einer Höhe angebracht sein, in der man sich auch im Rollstuhl sitzend betrachten kann. Hinzu kommen Haltegriffe, Bedienelemente in angemessener Höhe.
Ergänzt wird das barrierefreie Design mit einem Farbkonzept, das es auch sehbehinderten Menschen gestattet, Kontraste wahrzunehmen, um beispielsweise WC-Becken und Waschtisch von den Fliesen unterscheiden zu können.
Gut lesbare Speise- und Getränkekarten
Damit auch sehbehinderte Menschen Ihre Speise- und Getränkekarte problemlos lesen können, gilt auch hier, eine gut lesbare, ausreichend große (mindestens 12 Punkt), schnörkellose, kontrastierende Schrift zu verwenden.
Halten Sie zudem für blinde Gäste Karten in Blindenschrift bereit. Alternativ erstellen Sie Ihr Speisen- und Getränkeangebot und präsentieren es auf einer barrierefreien Website.
Schulung des Personals
Um nicht nur physische Hindernisse, die Menschen mit Behinderung den Zugang zu Gaststätten erschweren, abzubauen, sind Schulungen des Personals im Umgang mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Gäste notwendig.
Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Schulungen in Gebärdensprache oder der Umgang mit unterstützenden Technologien können dazu beitragen, dass sich alle Gäste willkommen fühlen. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch den treuen Begleitern von Menschen mit Behinderungen – ihren Assistenzhunden – den ungehinderten Zutritt zu Ihrem Gastronomiebetrieb gestatten.
Barrierefreie Konzepte für die Küche
Erstellen Sie ein barrierefreies Konzept, schließt das nicht nur die Ausstattung und das Design des Gastraums ein, sondern auch Küche, Lager und Personalräume. Beschäftigen Sie Mitarbeitende mit körperlichen Beeinträchtigungen, stellen Sie sicher, dass die Ausstattung Ihrer Gastronomie es Ihnen ermöglicht, Ihrer Arbeit uneingeschränkt nachkommen zu können.
Barrierefreier Bezahlvorgang
Sowohl für Gäste als auch für Personal spielt auch ein reibungsloser Bezahlvorgang eine wichtige Rolle. Insbesondere für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen oder motorischen Einschränkungen. Hier unterstützen das SumUp Kassensystem, das Kassensystem Pro für Restaurants, SumUp Terminal und weitere moderne Zahlungstools Gastronomiebetriebe dabei, den Bezahlvorgang für beide Seiten zu erleichtern.
Nutzt Ihr Betrieb beispielsweise Tap to Pay, um Zahlungen mit iPhone entgegenzunehmen, unterstützt die SumUp App die native iOS-Zahlungsschnittstelle, die automatisch alle Accessibility‑Funktionen wie VoiceOver und Dynamic Type. So können blinde und sehbehinderte Gäste bequem mit ihrem gewohnten Screenreader durch den Zahlungsablauf geführt werden.
Darüber hinaus geben SumUp Kartenleser standardmäßig akustische Signale bei erfolgreicher bzw. abgelehnter Zahlung) und verfügen über gut fühlbare, taktile Tasten sowie eine dezente LED‑Statusanzeige. Diese Mehrkanal‑Kommunikation (Audio, Haptik, Licht) hilft Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und motorischen Einschränkungen, jede Transaktionsstufe sicher nachzuvollziehen.
Last but not least setzt SumUp auf eine reduzierte Informationsarchitektur und klar beschriftete Menüpunkte, sodass alle wichtigen Funktionen (Transaktionen, Produkte, Berichte) für Ihr Team klar verständlich und mit wenigen Fingertipps erreichbar sind. Großzügig dimensionierte Buttons und die einheitliche Farb‑ und Formensprache verringern zusätzlich kognitive und motorische Hürden und gestalten die Bedienung einfach und intuitiv.
Barrierefreiheit als Chance für die Gastronomie
Barrierefreie Gastronomiebetriebe zu fördern ist nicht nur eine gesellschaftliche Verpflichtung, sondern bietet auch zahlreiche Chancen. Eine inklusive Gestaltung trägt nicht nur dazu bei, dass die Gastronomie ein Ort der Begegnung für alle Menschen wird, sondern zieht auch neue Gäste an.
Es ist an der Zeit, dass die Gastronomiebranche einen Schritt in die inklusive Zukunft macht und dafür sorgt, dass alle Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ungehindert kulinarische Köstlichkeiten genießen können.
Nächste Schritte
Analysieren Sie Ihre Räumlichkeiten und Nutzungsabläufe: Verschaffen Sie sich einen umfassenden Überblick über vorhandene Barrieren und die Wünsche Ihrer Gäste. Führen Sie eine Bestandsaufnahme durch und identifizieren Sie kritische Punkte für Menschen mit Mobilitäts-, Seh‑ oder Hörbeeinträchtigungen.
Erstellen Sie Ihr barrierefreies Konzept und kalkulieren Sie die Kosten: Entwickeln Sie ein ganzheitliches Maßnahmenpaket, das bauliche, digitale und serviceorientierte Aspekte vereint, und legen Sie ein Budget fest. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung auch digitale Lösungen.
Formalitäten, Schulungen & Abnahmen: Klären Sie alle rechtlichen Voraussetzungen, schulen Sie Ihr Team. Lassen Sie insbesondere bauliche Maßnahmen durch eine anerkannte Prüfstelle (z. B. Öffentlicher Behindertenbeauftragter, TÜV, DIN‑zertifizierte Gutachter) abnehmen und dokumentieren Sie die Ergebnisse in einem Barrierefreiheitsnachweis.
FAQ zur Barrierefreiheit in der Gastronomie
Was ist ein barrierefreies Konzept?
Welche Arten von Barrierefreiheit gibt es?
Was kostet ein barrierefreies Konzept?
Was bedeutet barrierefreie Gestaltung?
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