SumUp-Umfrage: Jeder zweite (46 %) Kleinunternehmer nutzt noch keine KI im Geschäftsalltag

SumUp-Umfrage: Jeder zweite (46 %) Kleinunternehmer nutzt noch keine KI im Geschäftsalltag

  • Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Kosten bremsen Innovationsfähigkeit

  • Kaufzurückhaltung schwächt jedes dritte Geschäft

  • 32 Prozent bezweifelt, dass es in den kommenden Monaten besser wird

Berlin, 25. Juni 2025. Auch wenn KI mittlerweile in vielen Bereichen genutzt wird und Arbeitsprozesse deutlich verkürzt, zeigen die neuesten Ergebnisse der aktuellen Händlerumfrage* des globalen Finanztechnologie-Anbieters SumUp, dass sich Kleinunternehmer damit noch schwertun. Den Mehrwert, KI-Technologien wie ChatGPT oder Gemini im eigenen Betrieb einzusetzen, sehen fast die Hälfte der an der Umfrage teilnehmenden Gewerbetreibenden (46,1 Prozent) derzeit nicht für sich. Dem gegenüber stehen 24 Prozent, die die Vorteile bereits für sich entdeckt haben und KI aktiv für Content-Erstellung im Marketing, Social Media und auf ihrer Website nutzen oder aber planen, KI demnächst dafür einzusetzen. Nachholbedarf in Sachen KI haben aber nicht nur deutsche Kleinunternehmen – im EU-Vergleich zeigt sich, dass der Bedarf in anderen Ländern noch größer ist: In Großbritannien (53,7 Prozent), Frankreich (50 Prozent), Italien (49,4 Prozent) und Irland (47,1 Prozent) wollen viele Unternehmen KI in absehbarer Zeit nicht in ihrem Geschäftsalltag aktiv nutzen.

Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Kosten bremsen

Die Sorgen der deutschen Unternehmer sind derzeit aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage groß. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten, steigender Kosten und veränderten Kundenverhaltens fehlt vielen aktuell die Zuversicht auf eine bessere Wirtschaftslage. Bei 31 Prozent der befragten Unternehmen zeigt die Unsicherheit bereits gravierende Auswirkungen auf den Betriebsablauf. Zudem sieht sich fast die Hälfte (48,3 Prozent) mit spürbaren Kostensteigerungen bei Materialien und Lieferungen innerhalb der letzten 12 Monate konfrontiert. Hinzu kommt ein verändertes Konsumverhalten, denn bei Kaufentscheidungen spielen immer häufiger Preisvergleiche oder aber Preisreduzierungen u.a. in Form von Angeboten eine Rolle - auch bei Kleinunternehmern.

Mehr als jeder dritte Gewerbetreibende (34 Prozent) stellt fest, dass Kunden aktuell seltener oder weniger kaufen. Weitere 31,9 Prozent berichten von deutlich gestiegener Preissensibilität. Rund ein Viertel (26,1 Prozent) beobachtet dabei auch, dass Kunden vermehrt zu günstigeren Alternativen greifen. Um das Geschäft weiterhin am Laufen zu halten, setzen 24,2 Prozent der Unternehmen verstärkt auf Marketing- und Kundenbindungsmaßnahmen. Jeder Fünfte (20,4 Prozent) nimmt neue Produkte oder Services auf. Auch Personalanpassungen in Form von Einstellungsstopps oder Reduzierung von Arbeitszeiten haben 19 Prozent vorgenommen. Das Potenzial der Digitalisierung wird, wie auch bei der KI, in vielen Betrieben nicht voll ausgeschöpft. Lediglich 11,8 Prozent setzen auf digitale Vertriebskanäle. Daher wundert es nicht, dass die Stimmung unter den deutschen Gewerbetreibenden verhalten ist und rund ein Drittel (32,1 Prozent) eher pessimistisch auf die kommenden 12 bis 24 Monate blickt. Demgegenüber stehen aber auch 21,5 Prozent, die vorsichtig optimistisch sind.

*Methodik Händlerumfrage: Die SumUp-Händlerumfrage findet einmal im Quartal zu verschiedenen aktuellen Themen statt. An der aktuellen Umfrage, die vom 6.5.25 bis 13.5.25 lief, nahmen insgesamt 762 SumUp-Händler und Händlerinnen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Irland und Frankreich teil. Thematisch ging es um KI-Nutzung und eine Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Situation und Herausforderungen.