Die kleinen Luxusmomente, auf die Deutsche nicht verzichten wollen

Ob ein Kaffee auf dem Weg zur Arbeit oder eine Beauty-Behandlung zwischendurch – kleine Auszeiten im Alltag können die Stimmung spürbar heben. Auch in Deutschland gönnen sich viele Menschen bewusst solche kleinen Extras und planen sie fest in ihr monatliches Budget ein.

Doch warum sind diese kleinen Belohnungen für viele Menschen so wichtig geworden? Und welche Ausgaben zählen zu diesen Genussmomenten? Um diese Entwicklung besser zu verstehen, wurden im Rahmen einer Umfrage 1.500 Personen in Deutschland befragt. Ziel war es, herauszufinden, auf welche kleinen Luxusausgaben sie ungern verzichten, welche davon als notwendig gelten und wie Budgets angepasst werden, um sich diese Momente weiterhin leisten zu können.

Warum monatliche Genussmomente immer wichtiger werden

Viele Menschen gönnen sich bewusst kleine Belohnungen, um ihr Wohlbefinden zu steigern – sei es ein Besuch im Café um die Ecke oder ein neues Hautpflegeprodukt. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) gibt an, dass ein gelegentlicher „Cheat Day“, an dem man sich etwas gönnt, das man sonst vielleicht vermeiden würde, wichtig oder sogar sehr wichtig für das eigene Wohlbefinden ist.

Und für viele scheint sich das auch auszuzahlen: 43 % sagen, dass sie sich durch solche Belohnungen besser fühlen, während fast jeder Vierte (25 %) berichtet, danach motivierter zu sein. Weitere 25 % empfinden diese kleinen Genussmomente zudem als hilfreich, um Stress oder Anspannung zu reduzieren.

Gleichzeitig machen sich viele Befragte Sorgen über die Auswirkungen auf das eigene Budget: 24 % befürchten, dass solche Ausgaben finanziell zu stark ins Gewicht fallen könnten.

Für welche Luxusmomente wird monatlich Geld eingeplant?

Viele Menschen planen für diese kleinen Extras sogar einen festen Teil ihres monatlichen Budgets ein, ähnlich wie für Lebensmittel oder laufende Kosten.

Besonders häufig werden folgende Ausgaben berücksichtigt:

  • Restaurant- oder Cafébesuche: 36 %

  • Kleidung und Accessoires: 31 %

  • Streaming-Abonnements: 29 %

Auch Angebote rund um Gesundheit und Wohlbefinden spielen eine Rolle: 16 % priorisieren Fitnessstudio- oder Sportkurse, während 11 % Geld für Wellnessbehandlungen einplanen. Gleichzeitig geben fast ein Viertel (24 %) an, auch für weniger gesunde Gewohnheiten wie Rauchen oder Vaping Geld einzuplanen.

Weitere beliebte kleine Luxusausgaben sind:

  • Reisen und Kurztrips: 39 %

  • Digitale Unterhaltung: 37 %

  • Bücher: 21 %

  • Markenlebensmittel und -getränke: 19 %

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede: Frauen geben häufiger Geld für Kleidung und Accessoires (35 % gegenüber 27 %) sowie Bücher (25 % gegenüber 17 %) aus. Männer priorisieren dagegen eher soziale Aktivitäten wie Besuche in einer Bar (18 % gegenüber 10 %) oder Gaming-Abonnements (11 % gegenüber 6 %).

Regional zeigen sich ebenfalls Unterschiede. In Berlin stehen Restaurantbesuche mit 39 % an erster Stelle, gefolgt von Kleidung und Accessoires (34 %). Ein ähnliches Bild zeigt sich in Hannover, wo 34 % Geld für Restaurantbesuche einplanen und 33 % für neue Kleidung.

Wie viel Geld monatlich dafür eingeplant wird, fällt unterschiedlich aus. Der größte Anteil der Befragten (24 %) gibt zwischen 51 € und 100 € pro Monat für solche kleinen Luxusmomente aus. Knapp jeder Fünfte (19 %) investiert 26 € bis 50 €, während 18 % sogar 101 € bis 200 € dafür einplanen.

Notwendig oder optional? Wie Genussmomente priorisiert werden

Dabei zeigt sich ein klarer Unterschied zwischen Ausgaben, die als notwendig gelten und solchen, auf die man im Zweifel verzichten würde. Haarschnitte zählen für ein Drittel der Befragten (33 %) zu den unverzichtbaren Ausgaben. Selbst dann, wenn das Budget knapper wird.

Deutlich weniger Menschen sehen Beauty-Behandlungen wie Nägel, Augenbrauen oder Wimpern als notwendig an. Nur 11 % betrachten sie als festen Bestandteil ihres Budgets, während 22 % sie eher als optional einstufen.

Auch beim täglichen Kaffee zeigt sich ein gemischtes Bild. 43 % sehen Getränke aus dem Café als gelegentlichen Luxus, während 11 % sie als festen Bestandteil ihres monatlichen Budgets betrachten. Im Hinblick auf Streaming-Abonnements werden diese sogar von 27 % als eine unverzichtbare monatliche Ausgabe gesehen.

Sparen Menschen an anderen Stellen, um sich etwas gönnen zu können?

Steigende Lebenshaltungskosten wirken sich ebenfalls auf solche Ausgaben aus. Rund die Hälfte der Befragten geben an, ihre Ausgaben für Selfcare und kleine Luxusmomente zuletzt überdacht zu haben. 49 % berichten außerdem, dass sie inzwischen bei Dingen sparen müssen, die zuvor selbstverständlich waren.

Trotzdem finden viele Wege, sich weiterhin kleine Genussmomente zu leisten. Über die Hälfte nutzt dafür Rabatte und Gutscheine, während jeder Dritte (33 %) auf Cashback-Apps oder Bonusprogramme zurückgreift. 31 % sparen gezielt Geld in einem eigenen „Treat-Budget“ und etwa jeder Fünfte (21 %) wartet bewusst auf Sonderaktionen wie den Black Friday.

Einige reduzieren ihre Ausgaben jedoch auch direkt. So hat fast ein Fünftel der Befragten im vergangenen Jahr den Alkoholkonsum eingeschränkt. 12 % geben weniger Geld für professionelle Beauty-Behandlungen aus, während weitere 12 % soziale Aktivitäten reduziert haben, um Geld zu sparen.

Wie kleine Unternehmen von diesem Trend profitieren können

Da viele Menschen ihre kleinen Genussmomente bewusst priorisieren, ergeben sich auch Chancen für kleine Unternehmen. Wer das eigene Angebot auf diesen Trend ausrichtet, kann gezielt auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingehen.

  • Treueprogramme Programme, die regelmäßige Besuche belohnen, können besonders gut funktionieren. Ein Café könnte beispielsweise nach mehreren Besuchen ein kostenloses Getränk oder einen Rabatt anbieten. So profitieren sowohl Kundschaft als auch Unternehmen.

  • Gezielte Angebote Angesichts steigender Preise gewinnen erschwingliche Genussmomente an Bedeutung. Zeitlich begrenzte Aktionen, Rabatte für neue Kundschaft, „Zwei zum Preis von einem“-Angebote oder saisonale Specials können zusätzliche Nachfrage erzeugen.

  • Abonnementmodelle Viele Menschen haben bereits Abonnement-basierte Angebote fest in ihrem Budget eingeplant – etwa Streamingdienste oder Beauty-Boxen. Auch kleinere Unternehmen könnten über ähnliche Modelle nachdenken, die monatlich kleine Vorteile oder Angebote bieten und gleichzeitig stabile Einnahmen ermöglichen.

Für Unternehmen, die solche kleinen Luxusmomente bieten, sind die richtigen Werkzeuge entscheidend. In Cafés heißt das oft: ein Kassensystem, das mit dem Tempo mithalten kann. Es muss Zahlungen schnell abwickeln und Treueprogramme unterstützen.

Die SumUp-Kassensysteme passen gut zu kleinen Cafés. Durch die einfache Bedienung werden Warteschlangen zügig abgebaut und für ein reibungsloses Erlebnis gesorgt. Wer aufrüsten möchte, findet in unseren POS-Systemen für Cafés die nötige Effizienz für Stoßzeiten.

Auch unsere Zahlungslösungen für Friseursalons und Stylisten erleichtern den Alltag. Sie unterstützen verschiedene Zahlungsmethoden. So wird der Ablauf einfacher und Kunden kommen eher wieder.

Egal ob Café, Friseursalon oder Restaurant: Besuchen Sie die SumUp-Webseite oder kontaktieren Sie unser Team, um mehr zu erfahren.

Methodik: 

Die Survey wurde zusammen mit dem Marktforschungsinstitut 3Gem im Februar 2026 ausgeführt. In der Umfrage wurden 1500 in Deutschland lebende Erwachsene befragt.

SumUp Team